Land Vorarlberg ermöglicht zusätzliche Hilfe für Vereine

Eine „unverzichtbare Grundlage für jede weitere Hilfestellung“ nennt der Landeshauptmann das Corona-Unterstützungspaket des Bundes für alle gemeinnützigen Organisationen und Vereine, die nicht auf Gewinn ausgerichtet sind.

 

Anträge zum sog. NPO-Unterstützungsfonds (NPO = Non-Profit-Organisationen) sind seit 8. Juli unter www.npo-fonds.at möglich. Weil die Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise für viele Vereine weit über die Zeit des Lockdowns hinausgehen, wurde die Unterstützung auf drei Quartale angelegt. Konkret werden Einnahmenausfälle durch Fixkostenzuschüsse abgefedert. Anträge auf Förderung sind bis spätestens 31. Dezember 2020 möglich.

Land ersetzt Sportvereinen Großteil der entfallenen Einnahmen

Aufgrund von Corona-Beschränkungen entgangene Einnahmen werden den Organisationen und Vereinen durch den bundesweiten NPO-Fonds nur zu einem sehr kleinen Teil (sieben Prozent) erstattet. „Ein entgangener Gewinn ist in vielen Fällen nur sehr schwierig zu beziffern“, räumt Wallner ein. Dennoch kann der entgangene Gewinn eines Vereines zum Beispiel durch das Verbot der Durchführung einer Sportveranstaltung beträchtlich sein und erhebliche finanzielle Schwierigkeiten nach sich ziehen. Zu genau diesem Zweck hat die Landesregierung für den Sportbereich die Einrichtung eines Härtefonds beschlossen. „Mit dem Instrument können all jene Verluste zu einem großen Teil kompensiert werden, die der NPO-Fonds nicht abdeckt“, freut sich Sportlandesrätin Rüscher.

  • Die Förderanträge können seit 1. August bis zum 31. Dezember 2020 eingereicht werden - zur Antragsstellung

Bis zu 10.000 Euro aus Sport-Härtefonds

Voraussetzung ist, dass zuvor schon ein Ansuchen beim Unterstützungsfonds des Bundes gestellt wurde. Gewährt wird ein Zuschuss von bis 10.000 Euro. Anspruchsberechtigt sind Vorarlberger Sportvereine und Landes-Sportfachverbände mit Sitz in Vorarlberg sowie Organisationen, die sogenannte Leuchtturmveranstaltungen für den Vorarlberger Sport durchführen. Die Dachverbände ASVÖ, UNION und ASKÖ sind ihren Vereinen bei der Antragstellung behilflich. Auf ihre Empfehlung hin wird die Antragstellung ab Anfang August möglich sein, damit vorgängig der NPO-Förderantrag abgewickelt werden kann.

Von den Zuschüssen ausgeschlossen sind (Profi-)Mannschaften, die über den „Sportligen COVID-19- Fonds“ unterstützt werden. Auch der Sport-Härtefonds des Landes gilt für den Zeitraum der ersten drei Quartale des laufenden Jahres, also bis 30. September 2020. Für den darauffolgenden Zeitraum bis zum Frühjahr 2021 sind weitere Unterstützungen geplant. Berechnungen des Landes zufolge liegt der gesamte finanzielle Mehraufwand für die Beihilfe geschätzt bei rund einer Million Euro. „Ein wichtiger Beschluss für die mehr als 900 heimischen Sportvereine“, sind sich Landeshauptmann Markus Wallner und Sportlandesrätin Martina Rüscher einig.

Im Vordergrund steht für Wallner und Rüscher, die Vorarlberger Sportlandschaft in ihrer Breite und Vielfalt zu stärken. „Kein Verein darf wegen Corona auf der Strecke bleiben“, unterstreicht die Sportlandesrätin. Weitergehende Informationen sind online unter www.vorarlberg.at/sport abrufbar. Für Rückfragen steht außerdem das Sportreferat im Amt der Landesregierung gerne zur Verfügung (Frau Melanie Etter, melanie.etter@vorarlberg.at bzw. 05574/511-24315).

 

Pressekonferenz vom 17.07.20

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