ASVÖ setzt Schritte zur Weiterentwicklung im organisierten Sport

Präsident Christian Purrer: Wir müssen Megatrends verstehen, um mehr Nachhaltigkeit zu erreichen.

 

Präsident DI Christian Purrer hat aktuell die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allgemeinen Sportverbandes Österreichs (ASVÖ) bei einem bundesweiten Vernetzungstreffen im steirischen Tauplitz versammelt. Als Hauptvortragende geladen war Trend- und Zukunftsforscherin Anja Kirig vom renommierten Zukunftsinstitut. In ihrer Keynote veranschaulichte sie, welche Bedeutung die großen Megatrends für den organisierten Sport haben. Die Politologin und Autorin analysierte die Herausforderungen, die auf Sportvereine zukommen und zeigte konkrete Handlungsfelder für die Weiterentwicklung auf. „Megatrends formen Gesellschaft. Wer offen auf sie reagiert, kann seine Zukunft besser gestalten. Dazu braucht es wertfreie Neugierde und Mut“, erklärte Kirig.  

 

Nachhaltigkeit im Fokus

 „Wir sehen, dass ‚Green Pressure‘ zu einem eigenen Subtrend geworden ist. Nachhaltigkeit verstehen wir im ASVÖ als ganzheitliches Konzept, das längst in den Mittelpunkt gerückt ist. Dabei wollen wir durch unsere Arbeit nachhaltige Wirkungen auf ökologischer und sozialer Ebene sowie im Bildungs- und Gesundheitsbereich erzielen“, erläuterte ASVÖ-Präsident Christian Purrer. „Wir setzen auf erneuerbare Energien und wollen deren Potential den Sportvereinen zugänglich machen. In Vorarlberg werden wir die erste Erneuerbare-Energiegemeinschaft des ASVÖ ins Leben rufen. Eine enge Kooperation mit den Energieversorgern soll Vereinen die Investition in Photovoltaikanlagen erleichtern. Im Burgenland werden dazu bereits Gespräche geführt.“

 

Handlungsfelder Inklusion, Chancengleichheit, Bildung

Dr. Heinz Tippl, Mitbegründer der Bildungsinitiative für Sport und Inklusion (BISI), gab Einblicke in die Integrationsförderung von Menschen mit Beeinträchtigung. „Inklusiver Sport bedeutet Sport für alle und mit allen, ohne jemanden auf Grund von körperlichen oder intellektuellen Beeinträchtigungen vom Sport auszuschließen. Wir wollen Menschen mit und ohne Behinderungen zum gemeinsamen Training und Wettkampf in verschiedenen Sportarten zusammenbringen“, verdeutlichte Tippl. Das bestehende ASVÖ-Programm „Grenzenlos fit“ bildet einen guten Ansatzpunkt für weitere inklusive Maßnahmen. Projektkoordinator Christoph Hesse: „Das Motto lautet: Geht nicht, gibt’s nicht!“

„Um Gleichberechtigung voranzutreiben, müssen wir an verschiedenen Schrauben drehen. Dazu gehört im Sport das Netzwerken, das heißt, sich mit Frauen jeden Alters, unabhängig von Herkunft oder Religion, Kultur oder körperlicher Leistungsfähigkeit zu verbinden“, stellt Mag.a Silvia Jury, Genderbeauftragte im ASVÖ, fest.

Weiterer Schwerpunkt des zweitägigen Wissensaustausches im ASVÖ war die verbandsinterne Ausbildungsschiene. Jürgen Einwanger, Sozialpädagoge und Leiter der Akademie des Österreichischen Alpenvereins, erläuterte die langjährige Aufbauarbeit für die Einrichtung dieser Bildungsplattform. „Ziel für den ASVÖ ist, einen Fahrplan zu schaffen, um ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre vereinsspezifischen Aufgaben auszubilden, zu qualifizieren und zu motivieren. Dabei spielen Digitalisierung und einheitlicher Außenauftritt im Ausbildungssektor eine wesentliche Rolle“, bekräftigte der Experte.

„Die fachlich hochstehenden Referate und Workshops sind für uns im ASVÖ äußerst wertvoll. Das Plenum hat die Analyse der Megatrends engagiert aufgenommen. Die Ergebnisse werden unsere Arbeit für mehr Nachhaltigkeit vorantreiben“, zeigt sich Präsident Purrer von Qualität und Format der Veranstaltung begeistert.

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